Bericht des Wissenschaftsrats deckt sich mit Positionen der Landesrektorenkonfernez - Hochschulen müssen leistungsfähig bleiben

12.07.2013 -  

Der Wissenschaftsrat hat in dieser Woche in Braunschweig Empfehlungen aus der Begutachtung der Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts beschlossen. Dabei erteilt das Gremium den Hochschulen ein insgesamt gutes Zeugnis, bestätigt die positive Entwicklung der Wissenschaft im Land und ihre besondere Bedeutung für dessen Zukunft. Die Landesrektorenkonferenz (LRK) sieht durch diese Begutachtung ihre Positionen in der aktuellen Diskussion bestätigt. So sind keine kurzfristigen Einsparungen aus den Budgets möglich, ohne die leistungsfähige Hochschullandschaft des Landes nachhaltig zu schädigen.

Die LRK sieht in dem Bericht des Wissenschaftsrats die positive Entwicklung der Wissenschaft in Sachsen-Anhalt bestätigt. In seinen Empfehlungen betont das Gremium die besondere Bedeutung der Hochschulen für die Landesentwicklung und hebt hervor, dass die bisher an den Hochschulen aufgebauten Strukturen in Lehre und Forschung leistungs- und wettbewerbsfähig seien. Der Wissenschaftsrat weist den Hochschulen zudem eine herausgehobene Aufgabe im Zuge der Herausforderungen des demografischen Wandels zu. Daher rät er auch ausdrücklich davon ab, die derzeitige Anzahl von 34.000 durch das Land finanzierten Studienplätzen in Sachsen-Anhalt zu reduzieren und die Hochschulbudgets in den kommenden fünf Jahren zu kürzen.

Diese Einordnung des Wissenschaftsrats deckt sich mit den Positionen der Landesrektorenkonferenz.

Die LRK geht davon aus, dass die Landesregierung ihr bisheriges nicht sachgerechtes Kürzungsvorhaben im Hochschulbereich aufgibt und verweist auf den Auftrag an das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft, die Aussagen des Wissenschaftsrats nun in ein Konzept zur Hochschulstruktur des Landes einfließen zu lassen. Auch dabei wird deutlich werden, dass unveränderte Kürzungspläne mit den zentralen Aussagen des Gutachtens des Wissenschaftsrats nicht in Einklang zu bringen sind.

Die Hochschulleitungen werden sich in die anstehende Diskussion um die Wissenschaftsstrukturen in Sachsen-Anhalt konstruktiv einbringen und dafür Sorge tragen, dass diese auch künftig ebenso leistungsfähig wie attraktiv sind. Dazu zählt die grundsätzliche Bereitschaft der Hochschulen zu Strukturmaßnahmen ebenso wie die Mitwirkung am Haushaltskonsolidierungskurs des Landes.

„Mit dem Beschluss der Empfehlungen des Wissenschaftsrats geht ein fast zweijähriger Prozess zu Ende, in dessen Verlauf die Hochschulen viel über sich erfahren haben. Die nun vorliegenden Empfehlungen werden in den Hochschulen zu prüfen und zu diskutieren sein. Viele der wertvollen Hinweise werden Eingang in unsere Strukturüberlegungen finden“, sagt der Präsident der LRK Prof. Dr. Armin Willingmann.

 

Wernigerode, Magdeburg, Halle/Saale, Merseburg, Köthen, den 12.07.2013

 

gez. Prof. Dr. Armin Willingmann

Rektor der Hochschule Harz

Präsident der Landesrektorenkonferenz

 

Mitglieder der Landesrektorenkonferenz sind die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Hochschule Anhalt, Hochschule Harz, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Merseburg sowie die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik und die Theologische Hochschule Friedensau. Die Fachhochschule Polizei genießt Gaststatus.

Letzte Änderung: 21.05.2019 - Ansprechpartner: r-r@ovgu.de